Wenn mal wieder jemand Ökostrom aus Deutschland in Frage stellt....
...und AKWs gut findet, dann könnt ihr folgendes Antworten:

Strom aus Photovoltaik-Freiflächenanlagen und Onshore-Windenergie ist aktuell die günstigste Art der Stromerzeugung. Die sogenannten Stromgestehungskosten (Kosten für Errichtung und Betrieb) liegen bei Solarstrom ja nach Sonneneinstrahlung zwischen 4 und 13 Cent pro Kilowattstunde (kWh), Windkraft liegt bei etwa 4 bis 10 Cent pro kWh.
Hier ein Überblick:
Photovoltaik (Solar): ca. 4 bis 13 Ct/kWh (bei Großanlagen)
Windenergie (an Land): ca. 4 bis 10 Ct/kWh
Wasserkraft: ca. 5 bis 9 Ct/kWh
Braunkohle: ca. 6 bis 8 Ct/kWh
Erdgas: ca. 8 bis 12 Ct/kWh
Kernkraft (AKW): ca. 32 bis 49 Ct/kWh (aufgrund extrem hoher Bau- und Entsorgungskosten)
Hinweis zu den fossilen Energien:
Bei Kohle und Gas müssen die gesellschaftlichen Folgekosten (z.B. durch Abgas-Emissionen, Erdaushub und Umweltschäden) hinzugerechnet werden, die vom Umweltbundesamt auf über 20 Ct/kWh geschätzt werden. Bei Atomenergie kommen zu den 20 Ct/kWh noch unkalkulierbare Kosten für die Endlager von hochgiftigen radioaktiven Abfällen hinzu.
Um die günstigsten Erzeugungskosten von Solar- und Windstrom direkt zu nutzen, bieten sich daher folgende Optionen an:
Neben einer eigenen PV-Anlage machen wir uns auch mit folgenden Möglichkeiten unabhängiger von Diktatoren, ausländischen Energiekonzernen und deren Chefs, die wir damit noch reicher machen, wenn wir die Energieerzeugung nicht in die eigenen Hände nehmen.
Balkonkraftwerk: Eine kleine Solaranlage (Mini-PV) für die Steckdose produziert eigenen, sehr günstigen Strom direkt vor Ort.
Dynamische Stromtarife: Tarife, die sich direkt an den Börsenstrompreisen orientieren (z.B. über Anbieter wie Ostrom oder Octopus Energy), geben günstige Preise an sonnigen oder windigen Tagen stundengenau an uns weiter.
Ökostrom-Anbieter nutzen: Am besten diese Anbieter, die in den Bau neuer Anlagen aus einheimischer, regionaler, regenerative Energien, investieren.
Aus diesen Gründen macht es keinen Sinn, Ökostrom mittels einheimischer Energie wie Sonne, Wind, Wasserkraft und Biomasse aus Deutschland abzulehnen.
Wir wollen im Landkreis Fürth auch kein Endlager für Atommüll und auch kein Mini-AKW (SMR).
Übrigens:
Ein AKW kostet soviel wie ca. 13.000 Windkrafträder in Deutschland, die aber 15 mal mehr Strom erzeugen, als ein AKW. Ohne langfristigen radioaktiven Abfall, für den es nicht mal ein Endlager gibt, der auch unsere Nachkommen noch in tausenden von Jahren vergiftet und verseucht!
Es ist ökonomisch nicht sinnvoll zu vertreten und auch lebensgefährlich für uns Menschen, wenn man Strom aus AKW herstellen will.
Dass dies weltweit immer noch Staaten und Regierungen tun, liegt an jahrzehntelanger Abhängigkeit von den Inhabern der Atomindustrie.
Hinzu kommt auch die weitere Abhängigkeit von ausländischen Unternehmen, in deren Hand wir dann wären, durch den Bezug von Uran! Und das spaltbare Material kann dann auch noch für Atomwaffen verwendet werden.
Darum sollte man nicht auf Atomkraft, sondern auf lokale Freiheitsenergien setzen.
Klaus John
Kreistagsabgeordneter
ÖDP Fürth