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ÖDP für eine moderne Schulentwicklung in Roßtal

Abstimmung über Erweiterung der Roßtaler Grundschule im Marktgemeinderat

Am 23.03.2021 fand in der Marktgemeinderatsitzung die finale Entscheidung über die Art der dringend notwendigen Erweiterung der Roßtaler Grundschule statt. Die Entscheidung fiel mit deutlicher Mehrheit auf die Variante A, also einen Neubau der Grundschule auf dem Gelände Freitzeit und Erholung, gleich neben der Mittelschule. Diese folgenreiche Entscheidung wurde auch von mir als ÖDP Marktrat mit getragen, obgleich es keine leichte Entscheidung war.

Einerseits waren da die Bedenken zu ökologischen Belangen, insbesondere die Bodenversiegelung durch einen Neubau und möglicher Leerstand des alten Gebäudes. Auch die Bedenken, die den Verlust des Freizeit- und Erholungsgebiets betreffen und von vielen Bürgern genannt wurden, waren da. Wie gut ein großer „Schulkampus“, an dem Kinder zwischen 5 und 16 Jahren zusammentreffen, funktionieren soll ist ebenfalls ein kritischer Punkt.

Die beiden aktuellen Themen "Schulerweiterung" und "neue Baugebiete zur Refinanzierung der Sportmeile" hängen voneinander ab. Wäre nicht die Entscheidung für die Grundschule auf dem F&E-Gelände gefallen, so wäre dort womöglich ein Baugebiet entstanden, welches ebenfalls zur Bodenversiegelung geführt hätte. Ökologisch wäre hier durch die Wahl der anderen Varianten (B und C) kein Vorteil entstanden.

Die Tausch-Varianten hätten die zusätzliche Problematik, wie der Schulbetrieb währen der Bauphasen an beiden Gebäuden sinnvoll weiter geführt werden sollte. Hier wären über Jahre hinweg eine teure Interimslösung nötig und Störungen im Schulbetrieb zu verkraften gewesen.

Letztendlich konnten auch beide Schulleitungen bei einer Online-Konferenz zusammen mit der Schulbehörde und bei einer gemeinsamen Besichtigung beider Schulhäuser recht anschaulich vermitteln, welchen pädagogischen Bedarf die Schüler haben. Dabei konnte ich mich überzeugen, dass es einen enormen Rückschritt für die Schülerinnen und Schüler der Mittelschule bedeutet hätte, in die alte Grundschule mit kleinen und verwinkelten Räumen zu ziehen. Insbesondere die für diesen Schulzweig wichtigen, berufsvorbereitenden Fachräume wäre hier nur schwer denkbar gewesen. Auch die Grundschülerinnen und Grundschüler würden durch einen Neubau mit größeren Räumen und einem barrierefreien Gebäude profitieren. Insgesamt ist es für mich das oberste Ziel gewesen, eine Entscheidung zu treffen, die unsere Kinder am besten und ohne Kompromisse unterstützt, was mir nur durch einen Neubau erreichbar scheint.

Die Kosten für einen Neubau sind sicherlich hoch. Die Kosten für einen adäquaten Umbau der alten Grundschule waren nur schwer zu beziffern, insbesondere aufgrund von Risiken bei der Sanierung, welche zu großen Kostensteigerungen führen. Außerdem würden Kosten für die Interimslösung wärend der Bauphase anfallen.

Einzig das Thema des drohenden Leerstands der alten Grundschule ist für mich nicht gelöst. Hier muss ein intelligentes Konzept entwickelt werden, welches Einzelhandel, Gastronomie, Kultur, Büros, Sozialer Wohnraum, Verkehrssituation und Parkplätze im Oberen Markt zukunftsweisend umsetzt. Auch sollte geprüft werden, ob nicht einige der Kita-Gruppen im alten Schulhaus besser untergebracht wäre als auf dem Kampus mit den Grund- und Mittelschülern. Dieses Konzept zu entwickeln ist eine Verantwortung, welcher sich Verwaltung und Marktgemeinderat in Roßtal offensiv stellen muss.

Knut Schalldach

Presseartikel:

https://www.nordbayern.de/region/fuerth/millionen-fur-rosstals-schullandschaft-welche-variante-wird-s-1.10938837

https://www.nordbayern.de/region/fuerth/millionenschwere-investitionen-rosstal-baut-die-schullandschaft-um-1.10886713


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